logo kom300x208pxGute Lese- und Schreibkompetenz verbessert nicht nur die Lebensqualität des Einzelnen, sondern es fördert auch Wissen, Innovation und Wachstum. Analphabetismus ist erschreckend hoch in der EU. Ein Bericht einer europäischen Expertengruppe hat nun Vorschläge zur Verbesserung an die Mitgliedsstaaten weitergereicht.

 Jeder 5te Jugendliche und an die 75 Mio. Erwachsene in Europa haben keine grundlegenden Lese- und Rechtschreibfertigkeiten. Die EU schlägt nun Alarm, dass die einzelnen Mitgliedsstaaten (MS) handeln müssen. Es wurden bereits mehrere Ratschläge an die MS erteilt, um die Situation zu verbessern.

  1. es sollten mehr Männer den Lehrerberuf aufnehmen um ein Vorbild für Jungen zu sein. Die Zahl der leseschwachen Jungen liegt fast doppelt so hoch wie die der Mädchen;
  2. es sollte eine allgemeine und kostenlose hochwertige frühkindliche Betreuung geben;
  3. speziell ausgebildete Lehrkräft sollen helfen um Lese- und Schreibschwächen von Beginn an zu vermeiden;
  4. generell sollte es eine bessere Förderung von Kinder und Jugendlichen mit Lese- und Rechtschreibstörungen geben;
  5. es sollten die verschiedenen Altersgruppen angesprochen werden.

Die EU-Bildungsminister haben sich vorgenommen bis Anfang 2020 den Anteil der leseschwachen von 20% auf 15% zu reduzieren. Es gibt bereits viele verschiedene Programme der EU, als Teil von Comenius (zur Verbesserung der Schulqualität) und Grundtvig (bezieht die Erwachsenenbildung mit ein). Diese sind unter anderem:

Readcom ist ein Projekt, dass vom Grundtvig-Programm finanziert wird. Readcom wirbt für Buch Clubs für Erwachsene werben und fördert diese. Somit sollen die Lesegewohnheiten älterer Menschen gefördert werden. Hierbei liegt der Fokus speziell auf Senioren. Readcom hat sich bereits erfolgreich in einigen Ländern etabliert, wie z.B. in Belgien oder Portugal. readcom_project_logo.jpg

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Um ebenfalls die Bildung der jüngeren zu fördern, wurde das Frepy-Projekt entwickelt (Comenius). Es dient dazu die Sprachprobleme der jüngeren Generation zu verbessern. Außerdem sollen dadurch mehr Bildungsmöglichkeiten gegeben werden. Den Kindern (meistens im Alter von 4-8) werden angemessene und innovative Sprachförderung und/oder Therapie angeboten. So wurden bereits Erfolge in erzielt mit diesem Programm, u.a. in Deutschland, Italien oder Slowenien.

 

Informationen zu vielen anderen Programmen der EU, die sich mit dem Thema Analphabetismus beschäftigen finden sie hier:

Comenius Projekte
Grundtvig Projekte

Website der Kommission zur Alphabetisierung in Europa

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